Das Institut für Berufsprofiling

Potenzial statt Biografie

Das Institut für Berufsprofiling unterstützt Menschen in beruflichen Orientierungsprozessen. Von Schülerinnen und Schülern, die sich fragen, ob und was sie studieren sollen, oder welcher Ausbildungsberuf der richtige ist, bis hin zu berufserfahrenen Menschen, die sich neu orientieren möchten oder müssen, z. B. auf Grund einer Rehabilitationsmaßnahme. Auf Basis wissenschaftlich fundierter Testverfahren werden persönliche Eigenschaften und Kompetenzen erfasst und mit einer Vielzahl beruflicher Anforderungsprofile verglichen. Das Ergebnis: Berufsorientierung, die passt. Für eine Berufswahl, die glücklich macht.

 

Grundlagen für eine profunde Berufsorientierung

Der methodische Anspruch ist hoch, wenn es gilt, Menschen unabhängig von ihrer Biografie und Vorbildung zu ihren beruflichen Perspektiven zu beraten. Es müssen Fähigkeiten, Persönlichkeitseigenschaften und natürlich auch individuelle Interessen berücksichtigt werden. Die Methoden des Berufsprofilings ermöglichen genau dies: Eine umfassende Diagnose berufsrelevanter Merkmale und deren Abgleich mit beruflichen Anforderungsprofilen. Mehr Informationen zur Methodik des Berufsprofilings finden Sie unter dem Punkt Methode.

 

Testverfahren mit wissenschaftlichem Background

Die Diagnoseverfahren wurden von erfahrenen Psychologen unter der Leitung von Prof. Dr. Heinz Schuler (ehem. Universität Hohenheim) entwickelt. Sie entsprechen dem neuesten Stand der Personaldiagnostik, sind konform mit den rechtlichen Bestimmungen der DIN 33430 sowie des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und ermöglichen eine profunde Berufsorientierung – online, und auch bei allen Partner-Instituten.



Das Berufsprofiling als Instrument der Arbeitsförderung

Die zentrale Aufgabe der Bundesagentur für Arbeit beschreibt das SGB III. Im Wege der umfassenden Arbeitsförderung sollen ein hoher Beschäftigungsstand und eine verbesserte Beschäftigungsstruktur erreicht werden. Besonders soll die Arbeitslosigkeit generell vermieden oder zumindest verkürzt werden.

Die per Gesetz zum 01. Januar 2009 erfolgte Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente verändert die gesetzlichen Rahmenbedingungen und ordnet die Eingliederungsleistungen nach SGB sowie die Gestaltungsspielräume der zuständigen Träger der Grundsicherung neu.

Das Berufsprofiling ist hierbei das geeignete Werkzeug, um die mit der Implementierung und effizienten Durchführung der neuen Arbeitsförderungsinstrumente betrauten Arbeitsagenturen und Argen zu unterstützen.

Besonders die vom Gesetzgeber forcierte aktive Arbeitsförderung nach §§ 35ff., 45ff., §§57f. und §§77ff. SGB III  erfährt durch das Berufsprofiling ein wertvolle Entscheidungshilfe bei Ermessens- und Pflichtleistungen.

Mit dem Berufsprofiling wird der Integrationsarbeit der beteiligten Trägern erstmals ein nach DIN 33430 entwickeltes Werkzeug zur Hand gegeben, das auf Basis verschiedener Tests eine Beurteilung berufsrelevanter Merkmale auf wissenschaftlich gestützter Basis erlaubt. Konkret werden das berufsrelevante Persönlichkeits- und Leistungs- und Interessensspektrum eines Menschen erfasst, ausgewertet und abgebildet. Die Profilingteilnehmer und Träger erhalten einen von HR Diagnostics erstellten Ergebnisbericht (= Proflipass).

Ganz im Sinne des 4-Phasen-Modells der Integrationsarbeit (4PM) ermöglicht das Berufsprofiling eine differenzierte Abbildung der Profillagen sowohl hinsichtlich der individuellen Stärken als auch der Vermittlungshemmnisse. Neigungen, Eignung und Leistungsfähigkeit werden mit möglichen korrespondierenden Stellenprofilen abgeglichen und ermittelt. Stärken und Schwächen können so rechtzeitig definiert und bei der gemeinsamen Formulierung der Zielfestlegungen, bei der Strategieauswahl und Umsetzung vom Fallmanager und seinem Kunden aber auch bei der Abstimmung von Qualifizierungsmaßnahmen berücksichtigt werden.

Das Berufsprofiling ist daher ein geeignetes Instrument zur Betreuung sowohl integrationsnaher als auch integrationsferner Kunden. Darüber hinaus werden Entscheidungen zum Gründungszuschuss nach § 57 II SGB III durch Darlegung individuellen der Kenntnisse und Fähigkeiten gestützt. Auch die Beratungspflicht im Zusammenhang mit der Förderung beruflicher Weiterbildung (FBW) und die Ermittlung von deren Passgenauigkeit werden deutlich verbessert.

Mit dem Berufsprofiling verfügen Arbeitsagenturen und Argen erstmals über ein wirksames und effizientes Werkzeug zur individuellen und treffsicheren Beurteilung von Kundenpersönlichkeiten des gesamten förderfähigen Personenkreises.