Bewerbungsspecial

Interessante Lehrstelle entdeckt, auf die du dich bewerben möchtest? Aber was musst du dabei beachten? Hier findest du nützliche Tipps!

Achtung: Viele Unternehmen bevorzugen heute Online-Bewerbungen, denn das geht schneller und spart auf beiden Seiten Zeit und Geld. Informiere Dich deshalb zuerst immer im Internet, welchen Bewerbungsweg das Unternehmen deiner Wahl bevorzugt.

Vorstellungsgespräch

Du hast eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten? Herzlichen Glückwunsch!
Damit bist du deinem Wunschberuf ein gutes Stück näher gekommen. Jetzt ist es wichtig, dass du das Unternehmnen im Vorstellungsgespräch überzeugst. Unsere 10 DOs und DON'Ts helfen dir dabei!

Do:

Bedanken und zusagen!

Bedanke dich umgehend telefonisch für die Einladung und bestätige den Termin. Das macht einen guten Eindruck! Wenn du den Termin nicht wahrnehmen kannst, weil du verhindert bist, dann vereinbare einen neuen Vorstellungstermin. Vermeide allerdings den Termin mehr als einmal zu verlegen.

Unterlagen nochmals anschauen!

Zwischen deiner Bewerbung und dem Vorstellungsgespräch ist bereits einige Zeit vergangen? Dann lies dir deine Bewerbungsunterlagen lieber noch einmal durch, damit du antworten kannst, wenn du nach Details aus deiner Bewerbung gefragt wirst. Wenn du unsere Tipps befolgt und deine Bewerbungen zusammen mit den Stellenanzeigen abgeheftet hast, stellt dieser Punkt kein Problem für dich dar.

Auf Fragen zu deiner Person vorbereitet sein!

Ziel des Vorstellungsgesprächs ist das gegenseitige Kennenlernen. Der Personalchef oder Ausbilder möchte mehr über dich erfahren, um besser einschätzen zu können, ob du zum Unternehmen passt. Mit bestimmten Fragen solltest du daher rechnen und dich vorbereiten. Genauso wichtig: Auch du möchtest das Unternehmen kennenlernen und hast die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Mache hiervon Gebrauch, denn einerseits kannst du so noch offene Fragen klären, andererseits zeigst du damit Interesse an der Ausbildungsstelle.

Fragen, die dir gestellt werden könnten:

  • „Was interessiert Sie an diesem Ausbildungsberuf besonders?“
    Hier kommen dir die Informationen, die du über deinen Wunschberuf eingeholt hast, zu Gute. Du kannst zeigen, dass du Inhalte und Anforderungen des Berufs genau kennst und damit eine realistische Einschätzung des Berufs hast.
  • „Wie sind Sie auf diesen Ausbildungsberuf gekommen?“
    Deine Antwort sollte zeigen, dass du dir Gedanken über deine berufliche Zukunft gemacht hast, deine Wahl wohl überlegt ist und keineswegs nur eine kurzfristige Laune.
  • „Warum haben Sie sich bei unserem Unternehmen beworben?“
    Der Personalchef möchte wissen, warum du dich für sein Unternehmen interessierst und nicht für einen anderen Betrieb. Zeige, dass du dich über das Unternehmen informiert hast und was dir am Unternehmen im Vergleich zu anderen gut gefällt. Dass das Unternehmen nahe deines Wohnortes gelegen und für dich gut erreichbar ist, wird übrigens die wenigsten Chefs beeindrucken…
  • „Wo liegen Ihre Stärken, wo Ihre Schwächen?“
    Dir fällt keine Antwort auf diese Frage ein? Das geht gar nicht! Auf diese Frage solltest du dich im Vorfeld gut vorbereiten. Überlege ehrlich, was dir liegt und was dir weniger gut liegt, wobei du deine Schwächen natürlich lieber etwas abmildern solltest. Zeige, dass du dir Gedanken gemacht hast, wie du die Schwächen ausgleichen kannst bzw. was du machst, um dich in diesem Bereich zu verbessern. Falls dir mehrere Stärken einfallen, wähle Stärken, die besonders hilfreich für die Ausübung deines Wunschberufes sind. Bei dieser Frage wird oft nachgehakt: „Womit können Sie das belegen?“ Dann solltest du eine Situation nennen können, die deine Stärke oder Schwäche veranschaulicht. Wenn du bspw. Organisationstalent als Stärke genannt hast, könntest du dies dadurch belegen, dass du das Organisationskomitee des Schulfestes geleitet hast. Falls es dir schwer fällt, eigene Stärken und Schwächen zu benennen, bitte gute Freunde, Eltern oder Lehrer um ihre Meinung. Sie helfen dir bestimmt gerne weiter.

Blickkontakt halten!

Wenn du andauernd auf den Boden oder an deinem Gesprächspartner vorbei schaust, wirkst du unsicher und gehemmt. Dabei willst du deinem Gesprächspartner doch vermitteln, dass du den Anforderungen der Ausbildungsstelle gewachsen bist! Schaue deinem Gesprächspartner daher beim Sprechen in die Augen und halte immer wieder für einige Sekunden den Blickkontakt. Damit bringst du außerdem Interesse und Aufmerksamkeit zum Ausdruck.

Gesprächspartner ausreden lassen!

Seine Gesprächspartner zu unterbrechen, gilt als extrem unhöflich. Höre deinem Gegenüber daher aufmerksam zu und unterbreche ihn nicht. Signalisiere Zustimmung für das, was er sagt, z. B. durch Kopfnicken – das macht dich sympathisch. Natürlich solltest du auch andere Dinge, die als unhöflich gelten, bspw. Kaugummi kauen, unterlassen.

Klicke auf die Zahlen und erfahre mehr!

Don't:

Unpünktlich sein!

Komme auf keinen Fall zu spät zum Vorstellungsgespräch! Das wirft gleich ein schlechtes Bild auf dich. Am besten du schaust dir bereits einige Tage vorher an, wie du zum Unternehmen kommst, damit du weißt, wie viel Zeit du dorthin benötigst. Berücksichtige dabei auch Verzögerungen, die bspw. im Berufsverkehr entstehen können. Am besten ist, wenn du 5 - 10 Minuten zu früh da bist.

Uninformiert über das Unternehmen sein!

Im Gespräch kann es passieren, dass dein Gegenüber dir Fragen zum Unternehmen stellt. Richtig peinlich wird es, wenn du keine Ahnung hast und nicht antworten kannst. Daher solltest du dich vorher gründlich über das Unternehmen informieren. Darüber hinaus helfen dir die folgenden Informationen bei der Argumentation, warum du ausgerechnet für dieses Unternehmen arbeiten möchtest.

  • Was für Produkte oder Dienstleistungen verkauft das Unternehmen bzw. was stellt es her?
  • Wo hat das Unternehmen Standorte? Gibt es Mutter- und Tochterfirmen?
  • Gibt es Neuigkeiten über das Unternehmen (neue Produkte oder Geschäftszweige, etc.)?
  • Wie viele Mitarbeiter hat das Unternehmen?
  • Wer sind die Konkurrenten des Unternehmens?
  • Engagiert sich das Unternehmen für bestimmte Themen
    (z. B. Umweltschutz)?

Infos zu größeren Unternehmen findest du im Internet oder in Unternehmensbroschüren. Diese kannst du oftmals direkt beim Unternehmen anfordern.

Unpassend gekleidet sein!

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck! Daher solltest du auf jeden Fall angemessen gekleidet zum Vorstellungsgespräch erscheinen. Als Faustregel gilt: Je seriöser die Branche, desto seriöser sollte auch dein Outfit sein. Bewirbst du dich als Bankkaufmann/-frau, solltest du einen Anzug mit Krawatte oder als Frau eine Stoffhose mit Bluse tragen. In anderen Branchen, z. B. im Handwerk, langt ein Hemd oder eine Bluse. Was gar nicht geht: ausgetretene und ungeputzte Schuhe, zu auffälliges Make-up, sehr auffälliger Schmuck, Miniröcke oder tiefe Ausschnitt sowie zu viel Gel in den Haaren! Am besten, du überlegst dir bereits einige Tage vorher, was du zum Vorstellungsgespräch tragen möchtest, damit alles gewaschen und gebügelt ist und du pünktlich zum Gespräch erscheinst.

Leise und undeutlich sprechen!

Viele Menschen neigen dazu, wenn sie nervös sind, zu schnell und zu leise zu sprechen. Schnelles Sprechen wirkt jedoch hektisch und dein Gegenüber kann dir nicht folgen. Spreche daher ruhig und bemühe dich um eine klare und deutliche Ausdrucksweise. Mach ruhig öfter mal eine kurze Pause zwischen den Sätzen, so kann dein Gegenüber das Gesagte besser verarbeiten und du hast eine kurze Verschnaufpause. Spreche schwierige Worte langsamer als gewohnt, um Versprecher zu vermeiden.

Den Namen deines Gesprächspartners vergessen!

Peinlich, peinlicher, am peinlichsten! Die Dame vom Empfang telefoniert sich quer durch den halben Betrieb, um den Namen deines Gesprächspartners herauszufinden, weil du ihn vor Nervosität vergessen hast… Das lässt sich ganz einfach vermeiden, indem du das Einladungsschreiben dabei hast und vor der Tür noch einmal kurz anschaust.

Tipp: Frage nach dem Vorstellungsgespräch unbedingt nach, wie es nun weitergeht, also wann das Unternehmen eine Entscheidung fällt und dich informiert. Das kann entscheidend sein, wenn du von anderen Unternehmen eine Zusage erhältst und überlegst, ob du die Entscheidung deines bevorzugten Unternehmens noch abwarten möchtest bzw. kannst.